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Das Paläon – Ein Überblick

Veröffentlicht am Donnerstag, 9. August 2012
Verfasst von Markus Haage 



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Hintergrund: Im Jahre 1995 fand man im Schöninger Tagebaugebiet die 400.000 Jahre alten “Schöninger Speere”, die bisher ältesten und vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit. Aus wissenschaftlicher Betrachtung stellte dies eine Weltsensation dar und veränderte die Sichtweise auf den europäischen Urmenschen grundlegend, da es nun nachweisbar ist, das bereits der Homo heidelbergensis über kollektive Jagdfähigkeiten verfügte, denen dafür ausgeprägtes taktisches Denken und soziale Strukturen zugrunde legen mussten.

Neben den Schöninger Speeren wurden weitere altsteinzeitliche Artefakte, wie Steingeräte und über 10.000 Tierknochen gefunden. Des Weiteren fand man zahlreiche Überreste von Kleinsäugern, Fischen, Mollusken und Insekten, welche aufgrund der guten Erhaltungsbedingungen einen unschätzbaren Einblick in die damaligen klimatischen Umweltbedingungen geben. Neben den Speeren und den Tierknochen fand man zusätzlich noch mehrere einzigartige Holzartifakte. Hierbei könnte es sich um die ältesten Kompositwerkzeuge der Menschheitsgeschichte handeln.

Um diese Weltsensation in einem angemessenen Rahmen zu präsentieren, wird das Paläon, das Forschungs- und Erlebniszentrum der Schöninger Speere, unweit der Fundstelle errichtet.

Folgender Artikel behandelt den Bau des Paläons, dem Forschungs- und Erlebniszentrums Schöninger Speere. Er soll einen prägnanten Überblick zu den wichtigsten Themen liefern und wird im Laufe der Zeit erneuert.

Die Entstehung

Im Jahre 2009 stellte die niedersächsische Landesregierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) Fördermittel zum Bau eines Erlebnis- und Forschungszentrums rund um die Schöninger Speere zur Verfügung. Diese Gelder stammen aus dem Aufstockungsprogramm des Landes Niedersachsen des Konjunkturpakets II, welches im Zuge der Wirtschaftskrise 2008 von der schwarz-roten Bundesregierung (Kabinett Merkel I) beschlossen wurde. Die Fördergelder, damals rund 15 Millionen Euro, standen nur für den Bau des Forschungs- und Erlebniszentrums zur Verfügung. Ohne das enorme Engagement des ehemaligen Schöninger Bürgermeisters Matthias Wunderling-Weilbiers und dem Förderverein der Speere, wäre dieses nicht möglich gewesen. Mit dem Bau des Forschungs- und Erlebniszemtrum vollzieht die Stadt Schöningen endgültig den Strukturwandel von einer alten Industriestadt zu einem modernen Touristikzentrum.

Im November 2009 nahm ein Projektteam vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und unter Leitung von Dr. Gabriele Zipf die Arbeit auf, um ein erfolgversprechendes, zukunftfähiges und modernes Konzept für die Präsentation der Schöninger Speere auszuarbeiten. Dr. Gabriele Zipf zeichnete sich bereits als Projektleiterin für die sehr erfolgreiche Umsetzung der Arche Nebra aus, welche nicht unweit der Fundstelle der mittlerweile weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra entstand und sich zu einer wahren Erfolgsstory für die Region entwickelte – in wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Hinsicht. Für das Paläon sollte ein ähnliches Konzept entwickelt werden. Als weiteren unterstützenden Partner konnte Professor Dr. Harald Meller, der Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, gewonnen werden, der in der Umsetzung anspruchsvoller Präsentationsobjekte im Bereich der Archäologie zu den weltweit führenden Experten zählt.

Das Konzept

Neben dem Herzstück des Museum, der interaktiven und erlebnisorientierten Präsentation des Originalfundes, welches die Bedeutung und Geschichte der Schöninger Speere modern aufbereiten wird, soll ein gläsernes Labor entstehen, um dieses eine fesselnde, erlebnisorientierte Archäologie präsentiert werden soll. Hierbei handelt es sich übrigens um keinen reinen Showeffekt, im Paläon findet tatsächlich anhand der originalen Artefakte wissenschaftliche Forschung statt. Denn die Forschungen um die Schöninger Speere sind noch lange nicht beendet und werden vor Ort unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Römisch-Germanischem Zentralmuseum in Mainz, dem Senckenberginstitut Frankfurt am Main und dem Institut für Urgeschichte und Quartärökologie der Universität Tübingen, weitergeführt.

Das Konzept des Forschungs- und Erlebniszentrum fußt auf vier Pfeilern…

• Die Dauerausstellung
Nur im Paläon werden die originalen Schöninger Speere in einer modernen, multimedialen und außergewöhnlichen Inszenierung präsentiert werden, nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt. Diese Präsentation soll die Besucher nicht nur emotional berühren, sondern natürlich auch Wissen vermitteln und aktuelle Bezüge zu Themen wie den Klimawandel schaffen, da der Fund der Speere, sowie weiterer Artefakte, einen einzigartigen Einblick in die klimatischen Bedingungen der damaligen Zeit geben.

• Das gläserne Labor
Im Paläon wird auch weiterhin geforscht. Der Besucher darf die Arbeiten der Archäologen und Forscher in ihren Labor- und Arbeitsräumen entlang des Ausstellungsrundganges hautnah miterleben.

• Das Besucherlabor
Hier können die Besucher selbst zum Forscher werden und die Arbeit der Archäologen praktisch erfahren.

• Die Parkanlage
Ein großangelegter Park erwartet den Besucher, der das Landschaftsbild des Paläolithikums repräsentieren wird. Dieses wird von einem Wald und einer Herde Wildpferde geprägt sein und den Besucher einen Einblick in die laufenden archäologischen Ausgrabungen geben. Zudem wird ein großer Erlebnisspielplatz für Kinder hergerichtet und der Besucher kann von einer Terrasse des Museumscafé die einzigartige Landschaft überblicken.

Auch als außerschulischer Lernort ist das Forschungs- und Erlebniszentrum seit November 2011, also weit vor seiner offiziellen Eröffnung, vom Land Niedersachsen anerkannt wurden und macht es so besonders für Schulklassen interessant.

Die Architektur

Für die architektonische Umsetzung des Forschungs- und Erlebniszemtrums zeichnet sich das Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen aus Zürich, welches bereits die Arche Nebra entwarf, in Zusammenarbeit mit der pbr AG und Topotek1 verantwortlich.

In einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb setzten sie sich mit ihrer Vision gegen zahlreiche hochkarätige Mitbewerber durch. Ihr Entwurf wurde von einer dreizehnköpfigen Jury aus Vertretern von Wissenschaft, Museen, Politik, Kulturverwaltung und Architektur ausgewählt. Der Vorsitzende der Jury, Professor Helmut C. Schulitz, bezeichnete den Entwurf als gelungenes Spannungsfeld, welches sich zwischen dem Bau in der Verbindung mit der Landschaft und der Zeichenhaftigkeit in der Landschaft auszeichnet. Denn neben dem reinen Museum wird das Forschungs- und Erlebniszentrum in ein urzeitliches Landschaftsbild eingebettet sein, auf der Wildpferde grasen und paläolithisch-typische oder ähnliche Fauna erblühen soll.

Laut dem Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen soll das Forschungs- und Erlebniszentrum von weither sichtbar aus der Landschaft ragen und als bedeutende archäologische Fundstelle wahrgenommen werden. Mit Bezug auf den angrenzenden Tagebau soll es sich wie gegeneinander verschobene Erdschichten aus der horizontalen Topografie heraus über die flache Wald- und Weidelandschaft schieben, während das Volumen des Baukörpers von Bezügen zur Landschaft definiert sein wird.

Die reflektierende Außenhaut soll wiederum die eindrucksvolle Landschaft des sich regenerierenden Braunkohleabbaugebiets wiederspiegeln, auf die man von innen aus durch die expressiven Fensteröffnungen einen Ausblick zu den Wildpferden und zur Fundstelle erhält.

Die Mitte des Gebäudes soll das dreigeschossige Foyer bilden, welches alle Sichtachsen nach außen miteinander verbindet.

Der Bau

In Anwesenheit der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, dem ersten stellvertretenden Bürgermeister Schöningens, Siegfried Pause, dem Landrat des Landkreises Helmstedt, Matthias Wunderling-Weilbier, und dem 1. Vorsitzenden des Fördervereins Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e.V., Dr. Wolf-Michael Schmid, wurde am 28. November 2011 der erste Spatenstich zum Bau des Forschungs- und Erlebniszentrums vollzogen.

Die Grundsteinlegung erfolgte nur zweieinhalb Monate später, seitdem ist der Bau bereits imposant gewachsen und schreitet schnell voran. Lediglich im frühen Winter 2012 musste eine kurze Pause aufgrund des unerwartet starken Bodenfrost eingelegt werden.

Am 11. Juni 2012 fand unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit das Richtfest statt, über dieses auch die landesweiten Medien, wie etwa der NDR, berichteten.

Der Name

Am 25. April 2012 haben der Landrat des Landkreises Helmstedt, Matthias Wunderling-Weilbier, Schöningens Bürgermeister Henry Bäsecke und Dr. Wolf-Michael Schmid (Vorsitzender Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e. V.) den Namen des Forschungs- und Erlebniszentrums auf dessen Baustelle bekanntgegeben. Seit diesem Tage heißt es offiziell Paläon. Ein Experten-Gremium aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur hatte an dem Namen gearbeitet, während die Bürgerinnen und Bürger des Landkreis Helmstedt öffentlich dazu aufgerufen wurden, ihre eigenen Namensvorschläge einzusenden. Der Name Paläon wurde gleich von fünf Einsendern genannt. Diese erhielten als Dankeschön lebenslang freien Eintritt.

Der Name Paläon leitet sich vom wissenschaftlichen Begriff Paläolithikum ab, der für die Altsteinzeit, auch Frühsteinzeit, steht, die älteste und längste Periode der Vorgeschichte. Aus dieser Zeit stammen die Funde.

Im Frühjahr 2013 soll das Paläon offiziell eröffnet werden.

Aktuelle Informationen zum Paläon finden sie auf der offiziellen Website www.palaeon.de

Text-Quellen:
http://palaeon.de/ (zuletzt abgefragt am 06. August 2012)
http://www.denkmalpflege.niedersachsen.de/ (zuletzt abgefragt am 06. August 2012)
http://erbedermenschheit.de/ (zuletzt abgefragt am 06. August 2012)
http://www.holzerkobler.ch/ (zuletzt abgefragt am 06. August 2012)
Bild-Quellen:
Fotoarchiv Markus Haage
Fotoarchiv Stadt Schöningen
Fotoarchiv Holzer Kobler Architekturen


Markus Haage
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2011 gründete ich diese Seite, um nicht nur Schöningern eine Plattform zu geben, ihre Geschichten aus unserer Stadt zu erzählen, sondern auch um Außenstehende auf die Stadt der Speere aufmerksam zu machen. Wenn ich nicht gerade an Mein-Schoeningen.de werke, arbeite ich theoretisch als auch praktisch im Filmbereich. Der professionelle Bierausschank liegt mir übrigens auch sehr gut - was allerdings fast schon familiär bedingt ist. Komme ich doch aus einer (sehr) alten Gastwirtsfamilie, deren Wurzeln bis weit in das 18.Jahrhundert zurückgehen...
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