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Filmdreh in Schöningen: Als die Stadt in die 60er versetzt wurde…

Veröffentlicht am Montag, 10. September 2012
Verfasst von Markus Haage 


Nicht nur in der Kreisstadt Helmstedt wurde gedreht, auch die über tausendjährige Salzstadt Schöningen bot sich als Kulisse für den Film “Die Banklady” regelrecht an. In der Hötensleber Straße nutzte das Drehteam ein leerstehendes Gewerbegebäude, welches vom Autohaus Thiede zur Verfügung gestellt wurde, und baute es innerhalb einer Woche zu einer Bank aus den 60er Jahren um. Hierzu wurde die komplette Einrichtung entweder aus Hamburg angefahren oder, wie die Banktheke, vor Ort angefertigt. Während das Dreh-Team rund um Regisseur Christian Alvart (“Pandorum”, “Antikörper”) am Dienstag, dem 17.07.2012, größtenteils die Außenszenen vor der Bank drehte, folgten am nächsten Tage die Innenaufnahmen. Für die Außenszenen musste der gesamte obere Teil der Hötensleber Straße komplett gesperrt werden. Genauso wie der untere Teil der Büddenstedter Straße als auch die komplette Nicolaistraße. Hierzu wurde vorallem die Büddenstedter Straße in die 60er Jahre versetzt. Aus ihr wurde für den Film die Hamburger Agnesstraße, die anliegenden Geschäfte wurden ebenfalls in die Zeit zurückversetzt. Aus den Schaufenstern wurden Plakatwände, die Beatbands ankündigten. Moderne Reklametafeln mussten abgehängt oder verdeckt werden. Der Dreh konnte, trotz einiger wetterbedingter Zwangspausen, sehr efolgreich von statten gehen.

Beherbergt wurde das Team vom Hotel Deutsches Haus, dessen Besitzer Albrecht Haage seinen Oldtimer, einen klassischen schwarzen Mercedes Benz (Baujahr 1956), für den Dreh zur Verfügung stellte und sogar im Film zu sehen sein wird. Während der Vor- und Garagenhof für die Unterbringung der notwendigen Produktionsfahrzeugen, wie etwa dem Maksen- oder Equipmentwagen, benötigt wurde, hat man den Festssal dazu genutzt, den Cast und die Crew zu beherbergen, als auch die vielen Statisten ein- und umzkleiden. Bis aus Bad Harzburg und Wolfsburg kamen sie angereist, um in Schöningen beim Dreh dabei zu sein. Auch andere Schöninger Betriebe wurden involviert und so hat beispielweise Motorrad Gotzman eines seiner klasssichen Motoräder, eine Kreidler Florett (Baujahr 1968), zur Verfügung gestellt.

Der Kinofilm “Die Banklady” erzählt die Geschichte von Gisela Werler, der “ersten” Bankräuberin Deutschlands, die Ende der 1960er Jahre über 19 Banküberfälle in Nord- und Mitteldeutschland beging und damit, vorallem von der Boulevardpresse gepusht, in die west-deutsche Nachkriegsgeschichte einging. Darunter befand sich auch eine Bank in nahegelegenen Offleben. Ironischerweise dienen die Szenen in Schöningen wiederum als Kulisse für einen Bankraub in Hamburg. Im Frühjahr 2013 soll der Film in die Kinos kommen.



Markus Haage
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2011 gründete ich diese Seite, um nicht nur Schöningern eine Plattform zu geben, ihre Geschichten aus unserer Stadt zu erzählen, sondern auch um Außenstehende auf die Stadt der Speere aufmerksam zu machen. Wenn ich nicht gerade an Mein-Schoeningen.de werke, arbeite ich theoretisch als auch praktisch im Filmbereich. Der professionelle Bierausschank liegt mir übrigens auch sehr gut - was allerdings fast schon familiär bedingt ist. Komme ich doch aus einer (sehr) alten Gastwirtsfamilie, deren Wurzeln bis weit in das 18.Jahrhundert zurückgehen...
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  • Ulrike Raffius, geb. Höft

    Vor ein paar Tagen war die Filmpremiere in Helmstedt ( Bericht im Fernsehen). Leider wird der Fim in keinem einzigen Kino in Hannover gezeigt. Kann man ihn bald im Fersehen sehen oder als DVD erwerben? Ulrike Raffius, geb.Höft