Fotoarchiv: Salzstraße

Veröffentlicht am Sonntag, 12. August 2012
Verfasst von Markus Haage 


Historischer Hintergrund: Die Salzstraße erhielt nach dem großen Stadtbrand eine besondere historische Bedeutung. Denn in dieser Straße, genaugenommen im Haus Nummer 25, entstand der verherrende Brand, der Schöningen im Jahre 1644 in Schutt und Asche legte und die Stadt fast vollständig vernichtete.

Ironischerweise betraf dies nicht den heutigen Westteil der Salzstraße, da sich das Feuer aufgrund des herrschenden Westwindes nach Osten ausbreitete. Somit stehen in der Salzstraße die beiden ältesten Häuser Schöningens. Hierbei handelt es sich um Haus Nummer 1 und 8. Haus Nummer 1 stammt aus dem Jahre 1615, Haus Nummer 8 aus dem Jahre 1568. An der Stelle des Hauses Nummer 1 stand vorher ein anderes, welches 1567 abbrannte. In diesem soll Willigis, der Erzbischof von Mainz, geboren worden sein.

Die heutige Salzstraße lag zu einem großen Teil nicht innerhalb der Stadtgrenzen. Dort wo sich heute die Häuser 10 und 17 gegenüberstehen, stand das alte Salztor, eines von vier Stadtoren, die aus der Stadt hinausführten. Dieses Stadttor wurde im Volksmund auch Heffentor genannt, da es zu dem südlich gelegenen Dorfe Heffen führte. Bereits um 1800 wurde das Salztor und die dazugehörigen Reste der Stadtmauer abgerissen.

Hier finden sie zahlreiche Fotodokumente aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Sie behandeln ausschließlich die Salzstraße und sind nach bestem Wissen chronologisch geordnet (sollte uns ein Irrtum unterlaufen sein, so benachrichtigen sie uns bitte). Die Fotoarchive werden in unregelmäßigen Abständen erweitert.

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Text-Quellen:
Rose, Karl; Stadt Schöningen (Hrsg.): Heimatbuch der Salzstadt Schöningen II.Teil, Braunschweig: Westermann, 1938, S. 266
Bild-Quellen:
Fotoarchiv Heinz-Uwe Marquardt
Fotoarchiv Christiane Willeke-Sonnenbrodt
Fotoarchiv Sabine von Haaren


Markus Haage
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2011 gründete ich diese Seite, um nicht nur Schöningern eine Plattform zu geben, ihre Geschichten aus unserer Stadt zu erzählen, sondern auch um Außenstehende auf die Stadt der Speere aufmerksam zu machen. Wenn ich nicht gerade an Mein-Schoeningen.de werke, arbeite ich theoretisch als auch praktisch im Filmbereich. Der professionelle Bierausschank liegt mir übrigens auch sehr gut - was allerdings fast schon familiär bedingt ist. Komme ich doch aus einer (sehr) alten Gastwirtsfamilie, deren Wurzeln bis weit in das 18.Jahrhundert zurückgehen...
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