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Schöninger Betriebe: Holstein Schuh

Veröffentlicht am Sonntag, 22. Januar 2012
Verfasst von Nina Holstein 



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(Uroma Lieschen Holstein, Uropa Gustav Holstein und 3 Schustergesellen , Niedernstr 19, Anfang des letzten Jahrhunderts)

Die Vorfahren der Familie Holstein waren seit Ende des 17.Jahrhunderts mit der Schuhmacherei verbunden. Der Beginn der Schuhmachertradition fällt in das Jahr 1691, als ein Holstein sich in der Klosterfreiheit als Schuhmacher niederließ. Auch die nachfolgenden Generationen lebten und arbeiteten dort. Erst 1874 zog Schuhmachermeister Friedrich Holstein in das Haus Niedernstraße 19. Sein Sohn Gustav übernahm die Werkstatt und baute zunächst 1911 eine Schuhmacherwerkstatt nebst Lederlager in den Hinterhof.

1912 wurde ein Teil des alten Hinterhauses abgerissen und neu gebaut. 1927 entstand der Neubau des Vorderhauses in der jetzigen Optik. Zeitweise arbeiteten zwei Meister und vier Gesellen in der Werkstatt. Nebenbei wurden in immer stärkeren Maße auch Fabrikationsschuhe verkauft. Dafür wurden dann Verkäuferinnen eingestellt. Die bekannteste Verkäuferin im Schuhhaus Holstein war über fünf Jahrzente Anni Andres gewesen. Als “Tante Anni” war sie in Schöningen und Umgebung bekannt und beliebt. Sie kannte fast alle Schuhgrößen ihrer Kunden und pflegte mit ihnen ein schon fast freundschaftliches Verhältnis. So erinnerten sich auch noch ältere Kunden, wie sie als Kinder Schuhe bei “Tante Anni” im Schuhhaus Holstein gekauft hatten. Sie ist unvergessen, gehörte sie doch wie selbstverständlich durch drei Generationen hindurch zur Familie Holstein. Wie übrigens auch das “Kinderkarussel” noch vielen Schöningern in Erinnerung geblieben ist, denn nicht jedem bekam die schnelle Fahrt!

Drei Holstein-Generationen: Friedrich Holstein, Gustav Holstein und Wilhelm Holstein.

Interessant dabei die Schuhe, alle tragen Stiefelletten. Sie waren geschnürt oder es waren Schlupfstiefeletten und reichten bis zum Knöchel. Dazu wurden bei den feineren Stiefeln Gamaschen getragen. Herren-Halbschuhe gab es zu der Zeit nur sehr wenige. Auch die Kinder trugen hochgeschnürte Stiefelchen.

Gustav Holstein mit 4 Gesellen.

An der hinteren Fensterfront ist die sogenannte “Ausputzmaschine” zu erkennen. Damit wurde die Sohlenränder gefräst, geputzt, gewachst, abgeschliffen oder nur poliert und gebürstet.

Durch die hohen Fenster fiel sehr viel Tageslicht in die Werkstatt, was für die kleinteiligen Handarbeiten an den Schuhen sehr wichtig war. In noch früherer Zeiten hingen die Schuhmacher sogenannte ”Schusterkugeln” auf. Das waren Glaskugeln, die mit Wasser gefüllt wurden. Darunter stellten sie eine Kerze, deren Schein von den Schusterkugeln reflektiert wurde und so die Arbeitsflächen beleuchtete. Montags machten die Gesellen meistens “blau”, d.h. frei. Deshalb auch die Bezeichnung “blauer Montag”. Während der schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, (nach dem 1. Weltkrieg/Inflation) mußten sie an den Tagen über Land gehen und weggeworfene Lederstücke, wie z.B. getragene Schuhe, einsammeln. Wegen der Lederknappheit wurden die Lederstücke in Wasser aufgeweicht, bearbeitet und für Reparaturen wiederverwendet.

 

Das Foto am Abend, zirka 1958, ist in sofern typisch, als zu dieser Zeit Neonreklamen über den Geschäften massiv zum Einsatz kamen. In dieser Zeit haben die Deutschen sehr viel Dinge und Verhaltensweisen aus den USA übernommen. Unsere Neonreklame blinkte bis in den späten Abend in verschiedenen Farben. Ein “Genuß” in Opas Wohnzimmer! Das Geschäft wurde nach dem 2. Weltkrieg erstmalig 1955 umgebaut. Die Schaufenster wurden neu gestaltet und im Geschäft eine umlaufende Galerie erstellt,…

…auf der teilweise das Lager für die Schuhkartons errichtet wurde. Das heißt, dass die Verkäuferinnen nicht mehr, wie früher, auf schwankenden Holzleitern, die in Schienen eingehängt waren, 2,50m bis 3,00m hochklettern mußten, um die Schuhkartons zu holen. Die Verkäuferinnen trugen alle einheitliche Kittel, die Azubis hießen Stift oder Lehrling, man bediente auf Schuhschemeln und die meisten Schuhe wurden in Deutschland hergestellt. Ein Paar Damenschuhe in guter Qualität kosteten um 1958 herum etwa 30.–DM, ein Paar Herrenschuhe etwa 40 DM.

 

Abschließend noch eine kleine Galerie von Fotos des Geschäftsbetriebes aus unterschiedlichen Jahrgängen:



Nina Holstein
Der Autor: Nina Holstein Ι Alle Artikel vom Autor anzeigen

Ich bin in Schöningen aufgewachsen und habe hier viel erlebt. Durch den beruflich bedingten Umzug meiner Familie in den 1990er Jahren habe ich einige Zeit in Süddeutschland verbracht. In Schöningen jedoch fühle ich mich verwurzelt und habe deshalb viel Spass daran, auf dieser Seite meine Erinnerungen mit Ihnen zu teilen und freue mich auch über andere Beiträge.
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  • Ninaholstein

    Vielen Dank für diese Seite. Wir freuen uns das auf diese Art das Geschäft im “Schöninger Gedächtnis” bleibt. Sehr schön geworden!
                                
                                Freundliche Grüsse,
                                                      Familie Holstein

  • Nani

    Wundervoll, Nina. So schöne Fotos und Erinnerungen. Danke, dass du alles dieses Schöne mit uns teilst. Ich habe auch in dem Karussell gesessen und auf dem Maienkäfer aus Plüsch bin ich durch das Geschäft gerutscht;-)))

  • Jchr

    Die ruhmreiche Geschichte eines Hauses, das viele Krisen gemeistert hat. Mit Tante Annie: ‘Ich kenne alle Leute – besonders die Feute!’

  • Jeannine Brünig

    Wunderbarer Bericht Nina… prima, dass du noch soviel Erinnerungen und Bilder zusammentragen konntest. Ich kenne das Geschäft leider nicht, aber finde es toll von der Familientradition zu lesen. Klasse. Lieben Gruß

  • Wolfgang Jäger

    Sehr schöner Bericht :-)
    Lieben Gruss

  • S.Mette

    Ich habe mich gefreut diesen Bericht zu lesen. Ich selbst habe nur noch schwache Kindheitserinnerungen an das Schuhhaus Holstein, aber meine Mutter hat dort gelernt und gearbeitet, daher wurde öfter in unserer Familie über “die schöne Zeit bei Holstein” gesprochen. Danke für das Wecken dieser Erinnerungen!

  • Stefan Kempa

    war gestern in Schöningen und habe Tante Anni besucht. Sie ist die Schwester meines Patenopas Wilhelm Andres. Tante Anni ist jetzt 98 Jahre und wird seit ca. drei Jahren in der Klus gepflegt. Der Besuch hat mich bewegt, umso mehr freut es mich heute im www. von Tante Anni zu lesen. So bleibt sie doch in Erinnerung. An das Karussell bei Holstein kann ich mich noch gut erinnern!

  • Ulrike Raffius, geb.Höft

    Wie schön, vom Schuhhaus Holstein zu lesen!!! Meine Eltern Otto und Hildegard Höft wohnten in der Marienstraße. Wir kauften alle unsere Schuhe bei Holstein, weil der “Chef” immer so nett und freundlich zu uns war. Meistens entschieden wir uns für “Elefanten-Schuhe” mit einem grauen Plastikelefanten als Anhänger (habe noch einen aufgehoben). Den Apparat zum Durchleuchten der Füße fand ich einfach faszinierend!
    Nina Holstein ist vermutlich die Tochter von Burkhard Holstein und Rosemarie Hentschel, einer lieben Klassenkameradin von mir.
    Auch meine fast 91-jährige Mutter, die seit 3 Jahren bei uns im Norden Hannovers lebt, erinnert sich noch gut an ihre alte Heimatstadt und natürlich an Anni Andres, die viele Jahre in der Anna-Sophien-Straße wohnte.
    Drei Häuser weiter- direkt gegenüber der Marienkirche- gab es die alte Bäckerei Nietzel, von der es genau so viel zu erzählen gibt, aber das beim nächsten Mal . . .
    Ulrike Raffius, geb. Höft

  • S.W.K.

    02.12.2014 Happy Birthday, Tante Anni zum 100. Geburtstag!!!

    • Ninaholstein

      Auch wir haben gestern an Anni gedacht und wünschen ihr alles Liebe…

    • S.W.K.

      Gestern, am 17.05.2015, ist Tante Anni gestorben. Wir sind dankbar, das wir sie hatten! Sie hat in unseren Gedanken für immer weiten Raum. Viele gute Erinnerungen bleiben!

  • Nina H

    Wir gedenken unserer kürzlich verstorbenen “Tante Anni” (Anna Andres).
    Wer
    das Glück hatte sie zu kennen, wird ihre Herzlichkeit, ihren Humor und
    ihre Hilfsbereitschaft ebenso als Bereicherung empfunden
    haben wie wir. Eines ihrer vielen Patenkinder sein zu dürfen ist für
    mich wie ein Geschenk gewesen. Sie hatte zu
    uns Kindern einen ganz besonderen Zugang und hat eine Menge Spaß und
    Leben in die Bude gebracht. Danke Anni, für
    alles! N.Holstein

  • Wolfgang Schirner

    Burkhard Holstein war auch ein guter Leichtathlet beim MTV Schöningen. Schöne Grüße an ihn. “Blau machen” stammt übrigens aus der Färberinnung. Am Montag wurde die blaue Farbe hergestellt, da durch reichlichen Biergenuß am Sonntag entsprechend viel Urin zur Verfügung stand. Mit entsprechenden Kräutern (Färberwaid) wurde dann die blaue Farbe hergestellt. Da dieser Prozess etwas dauerte hatten die Färber eben nichts zu tun, weil sie eben Blau machten.
    Wolfgang Schirner, ehemaliger Esbecker, nun in Tostedt beheimatet.