Fotoarchiv: Hötensleber Straße

Veröffentlicht am Dienstag, 3. Juli 2012
Verfasst von Markus Haage 


Historischer Hintergrund: Die Hötensleber Straße führte ehemals, wie der Name es vermuten lässt, direkt zu dem im heutigen Sachsen-Anhalt gelegenen Ort Hötensleben. Durch die deutsch-deutsche Teilung endete die Straße (über eine Landstraße) quasi direkt an der Mauer. In den 1970ern wurde dieser Teil der Straße dann abgerissen, um Platz für den Kohleabbau zu schaffen (eine noch heute aktive Umgehungsstraße führt nun direkt nach Hötensleben). Unter diesen Umständen leidete auch die Gastwirtschaft Fährturm, die eine der ältesten Gaststätten in der Umgebung darstellte und bereits im 15.Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Sie grenzte direkt an Hötensleben. Nach der Teilung Deutschlands fielen die Gäste aus dem neu-geschaffenen Ost-Deutschland weg.

Die Hötensleber Straße fällt genaugenommen erst seit den 1840er Jahren in die heutigen Stadtgrenzen Schöningens, als man die Niedernstraße erweiterte und die alten Stadtmauern, sowie das alte Niederntor, abriß. Bis dahin war die Hötensleber Straße quasi das Eingangstor zu Schöningen und grenzte an das sogenannte Ostendorf (auch als Niederndorf bekannt). Das heutige Hotel Deutsches Haus, welches nur einige Meter vom ehemaligen Stadttor zur Niedernstraße entfernt war, diente bereits 1453 als Zollhaus. 1857 wurden die sogenannten Grubenhäsuer, auch als Schachthäuser bekannt, als Unterkunft für die Bergarbeiterfamilien der Grube Treue geschaffen. Noch heute prägen sie das Bild der Straße.

Hier finden sie zahlreiche Fotodokumente aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Sie behandeln ausschließlich die Hötensleber Straße und sind nach bestem Wissen chronologisch geordnet (sollte uns ein Irrtum unterlaufen sein, so benachrichtigen sie uns bitte). Die Fotoarchive werden in unregelmäßigen Abständen erweitert.

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Die Bilder wurden von zahlreichen Schöningern zur unkommerziellen Nutzung und Information zusammengetragen und von Mein-Schoeningen.de digitalisiert und nachbearbeitet. Bitte beachten sie den Urheberhinweis.

Text-Quellen:
Rose, Karl; Stadt Schöningen (Hrsg.): Heimatbuch der Salzstadt Schöningen II.Teil, Braunschweig: Westermann, 1938, S. 135 – 151
Bild-Quellen:
Fotoarchiv Heinz-Uwe Marquardt
Fotoarchiv Albrecht Haage
Fotoarchiv Sabine von Haaren


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2011 gründete ich diese Seite, um nicht nur Schöningern eine Plattform zu geben, ihre Geschichten aus unserer Stadt zu erzählen, sondern auch um Außenstehende auf die Stadt der Speere aufmerksam zu machen. Wenn ich nicht gerade an Mein-Schoeningen.de werke, arbeite ich theoretisch als auch praktisch im Filmbereich. Der professionelle Bierausschank liegt mir übrigens auch sehr gut - was allerdings fast schon familiär bedingt ist. Komme ich doch aus einer (sehr) alten Gastwirtsfamilie, deren Wurzeln bis weit in das 18.Jahrhundert zurückgehen...
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